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Ratten und Mäuse im Garten und im Haus: Dieses Küchengewürz bildet den ganzen Winter über eine wirksame Geruchsbarriere

Mitten im Winter tummeln sich in Millionen von Haushalten Ratten und Mäuse im Garten und um die Mülltonnen herum. Eine einfache Zubereitung mit Cayennepfeffer verspricht jedoch, Ihr Grundstück in eine Zone zu verwandeln, die sie meiden werden.

Ein grauer Schatten huscht am Zaun entlang, ein durchwühlter Mülleimer, ein paar Kotspuren in der Nähe des Schuppens: Dieses Szenario ist mitten im Winter nur allzu vertraut. Viele denken sofort an Gift und Fallen, dabei kann ein einfaches Küchengewürz Abhilfe schaffen, ganz ohne giftige Produkte oder Geräte.

Im Januar, wenn die Kälte den Boden festhält und es auf den Feldern an Nahrung mangelt, fallen Ratten und Mäuse auf die Gärten zurück, angezogen von allem, was draußen noch zu fressen gibt. Sobald sie sich niedergelassen haben, vermehren sie sich schnell und suchen oft Zuflucht im Haus. Die Herausforderung besteht dann darin, Ihr Grundstück für ihre empfindlichen Nasen unerträglich zu machen.

Warum Ihr Garten im Winter so attraktiv für Nagetiere ist

Der Winter beruhigt die Nagetiere nicht, sondern treibt sie in die Häuser. Wenn sie im Garten leicht zu findende Futterreste entdecken, lassen sie sich zunächst draußen nieder und suchen dann schnell einen wärmeren Unterschlupf in Kellern, Garagen oder Dachböden. Mit ausreichenden Ressourcen können einige wenige Tiere innerhalb weniger Monate eine Kolonie bilden, was die Rattenbekämpfung wesentlich komplexer und kostspieliger macht.

Um vor dem Befall zu handeln, setzen die Spezialisten auf ihren wichtigsten Sinn: den Geruchssinn. Britische Experten sprechen laut Vie Pratique sogar von einer „Geruchsschranke”, um einen Bereich zu beschreiben, den Nagetiere meiden, weil ihnen der Geruch so aggressiv erscheint. In der Praxis beginnt dies damit, dass man die Einladungen zum Festmahl einschränkt, indem man die folgenden Bereiche sichert:

  • Vogelfutterhäuschen
  • Mülltonnen und Container
  • Kompostbehälter
  • Tierfressnäpfe

Cayennepfeffer: das Gewürz, das Ratten und Mäuse vertreibt

Im Mittelpunkt dieser Strategie steht der Cayennepfeffer, der reich an Capsaicin ist. „Capsaicin ist die Verbindung, die in scharfen Chilischoten enthalten ist und ihnen ihre Schärfe verleiht”, erklärt Tim Travis, Experte bei Goldner Walsh, zitiert von Mon Jardin Ma Maison. Er fügt hinzu: „Wenn Tiere mit Capsaicin in Kontakt kommen, indem sie es schmecken oder berühren, verspüren sie ein brennendes oder reizendes Gefühl”, ein Schock für ihre Schnauze. Für ihn ist diese Mischung ein „sicheres, kostengünstiges und wirksames Abwehrmittel“.

Gärtner stellen ein natürliches Abwehrmittel her, indem sie 225 g Cayennepfefferpulver mit 1 Liter Wasser, 1 Liter weißem Essig, 1 Liter scharfer Soße und 60 ml Spülmittel mischen. Der Essig verstärkt den Geruch, das Spülmittel hilft dem Capsaicin, an Oberflächen haften zu bleiben. Die Mischung wird über Nacht ruhen gelassen, bevor sie in eine Sprühflasche gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Bei diesen Arbeiten sind Handschuhe unerlässlich, um Hautreizungen zu vermeiden.

Wo sollte man das Spray versprühen und wann sollte man einen Profi hinzuziehen?

Sobald das Spray fertig ist, sollte man damit das Grundstück umspritzen. Die wichtigsten Stellen befinden sich am Fuß der Zäune, entlang der Mauern und Fundamente des Hauses, um den Schuppen herum, in der Nähe von Vogelfutterhäuschen, Kompostbehältern, Mülltonnen und Futternäpfen im Freien. Sprühen Sie den Boden ein und vermeiden Sie dabei essbare Pflanzen. Der Geruch hält nicht ewig an: Nach jedem Regen oder einer sehr feuchten Periode muss die Anwendung wiederholt werden, um die Geruchssperre den ganzen Winter über aufrechtzuerhalten.

Dieses Mittel ist abschreckend, aber kein Wundermittel. Capsaicin reizt alle Säugetiere: Es ist besser, das Sprühen in der Nähe von Spielplätzen für Kinder oder Ruheplätzen für Haustiere zu vermeiden, da diese die gleichen Verbrennungen wie Nagetiere erleiden würden.

Das Spray wirkt nur dann wirklich, wenn es mit einer strengen Gartenhygiene einhergeht: Saatgutsäcke wegräumen, Kompost und Mülleimer gut verschließen, Holzstapel und hohes Gras reduzieren. Wenn bereits Nester vorhanden sind oder sich die Schäden häufen, ist eine professionelle Rattenbekämpfung erforderlich.

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